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Ansprechpartner

Frau Karin Bundschuh 
Tel. 0761/88336610

  • DRK rettet erfolgreich bei Großübung im Katzenbergtunnel

    150 Kräfte aus fünf Kreisverbänden im Einsatz

    Einsatzkräfte des Badischen Roten Kreuzes waren heute bei der inzwischen dritten Großübung im Katzenbergtunnel, Landkreis Lörrach, im Einsatz. Die Helferinnen und Helfer aus den Kreisverbänden Lörrach, Freiburg, Müllheim, Säckingen und Waldshut sahen sich beim Eintreffen in Efringen-Kirchen mit einem sehr anspruchsvollen Übungsszenario konfrontiert: Im Tunnel war ein – auf einen Güterzug verladener – LKW mit gefährlicher Fracht in Brand geraten. 30 Personen erlitten Verletzungen. Weitere 25 Personen blieben unversehrt, mussten nach ihrer Rettung aus dem Tunnel aber betreut werden.

    Kräfte des Rettungsdienstes übernahmen zusammen mit ehrenamtlichen Helfern des Bevölkerungsschutzes und Lörracher Notärzten die von der Feuerwehr aus dem Tunnel geretteten Personen. Die Verletzten wurden zum Behandlungsplatz transportiert, den die DRK-Schnelleinsatzgruppen in kürzester Zeit aufgebaut hatten. Für Unverletzte wurde ein Betreuungsplatz geschaffen. Der Suchdienst des Roten Kreuzes übernahm die Registrierung aller an der Übung Beteiligten.

    Die Zusammenarbeit zwischen den hauptberuflichen und ehrenamtlichen Kräften des Roten Kreuzes sowie den Notärzten vor Ort funktionierte ausgezeichnet. Die Übung konnte gemäß der für den Katzenbergtunnel vorhandenen Einsatzplanung erfolgreich abgeschlossen werden.

    Dafür, dass die Übung sehr realistisch wirkte, sorgten nicht nur Rauchgeneratoren im Tunnel, sondern vor allem die Notfalldarstellerinnen und Notfalldarsteller des Roten Kreuzes. Professionell geschminkt sahen sie echten Verletzten täuschend ähnlich. Eine bei der Übung leicht verletzte Mimin konnte das Krankenhaus nach kurzen Aufenthalt bereits am Nachmittag wieder verlassen. Zum Abschluss der Übung versorgten Verpflegungskräfte des DRK alle Teilnehmenden mit einer warmen Mahlzeit.

    Efringen-Kirchen, 27.10.2018

  • Positionspapier zum Rettungsdienst

    DRK tritt für starke Leitstellen, Personalförderung und moderne Strukturen ein

    Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Baden-Württemberg positioniert sich zum Rettungsdienst der Zukunft. Leitstellen als Partner in gesundheitlichen Notlagen, verbesserte Arbeitsbedingungen, mehr Handlungskompetenzen für Notfallsanitäter sowie Verbesserungen bei der Finanzierung des Krankentransports und bei der Planung im Rettungsdienst, verbunden mit mehr Transparenz: das sind für das DRK die Kernpunkte einer gesicherten Versorgung der Bürger in der Zukunft.

    „Der Rettungsdienst kann nicht losgelöst vom Wandel in der Gesellschaft und in der Gesundheitslandschaft funktionieren“, so Dr. Lorenz Menz, Präsident des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg bei einem Pressetermin der beiden DRK-Landesverbände in Stuttgart.Er betonte das Selbstverständnis des DRK als eine Hilfsorganisation, die im Sinne der Patienten für einen innovativen Rettungsdienst eintrete. Das sich verändernde Gesundheitswesen und neue Ansprüche stellen den Rettungsdienst als Ganzes und damit auch das DRK als größten Träger im Rettungsdienst vor Herausforderungen. „Bei der Personalgewinnung ist die Durststrecke noch nicht überwunden, bei der Infrastruktur gibt es durchaus Nachholbedarf – der Rettungsdienst insgesamt hat seine Hausaufgaben zu machen“, so Birgit Wiloth-Sacherer, Landesgeschäfts¬führerin des Badischen Roten Kreuzes. Dazu zählen Fragen der Transparenz sowie der optimalen Verzahnung zwischen dem Rettungsdienst als Teil des Gesundheitswesens einerseits und als Element des Bevölkerungsschutzes andererseits.

    An der Fortentwicklung des Rettungsdienstes hat das Deutsche Rote Kreuz seit jeher mitgearbeitet; mit eigenen Projekten und Investitionen, mit Anregungen und als Ideengeber. „Wir kommen nun mit einer Reihe von Positionen und Forderungen erneut unserer Verantwortung nach, den Rettungsdienst für die Zukunft gut aufzustellen – immer im Sinne der Patienten“, so Dr. Menz. Das Papier erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und bei den einzelnen Positionen wird bewusst auf einzelne Adressaten verzichtet:

    • Weiterentwicklung der Leitstellen in Baden-Württemberg als notfallmedizinischer Partner, mit strukturierter Notrufabfrage, Disposition des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes, Defibrillatoren-Katalogisierung und ärztlicher Anwesenheit in der Leitstelle sowie der Prüfung einer zusätzlichen medizinischen Notrufnummer
    • Landesweiter online-gestützter Bettennachweis der Kliniken für einen schnelleren Transport in die nächste geeignete Klinik
    • Kostendeckende Finanzierung des Krankentransports – auch zur Entlastung der Notfallrettung
    • Beibehaltung der organisatorischen Einheit von Notfallrettung und Krankentransport
    • Bessere Rahmenbedingungen in der Ausbildung, um Lehrkräfte zu gewinnen, um mehr Rettungskräften den Zugang zur Prüfung für Notfallsanitäter zu ermöglichen und um mehr Rettungskräfte aus den Reihen der BFD/FSJ-Teilnehmer zu gewinnen sowie attraktivere Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter im Rettungsdienst (u. a. reduzierte wöchentliche Arbeitszeit und einem früheren Renteneintrittsalter)
    •  Landesweit einheitliche Kompetenzen für die Notfallsanitäter sowie die Überarbeitung des notärztlichen Einsatzindikationskataloges
    • Beibehaltung des Zugangs von Ehrenamtlichen zum Rettungsdienst
    • Einbindung des Rettungsdienstes in die Krankenhausplanung des Landes
    • Einrichtung eines Systems zur Meldung von kritischen Vorkommnissen (CIRS)
    • Mehr Transparenz durch öffentliche Bereichspläne, Ergebnisse von Gremiensitzungen und Analysen der SQR-BW
    • Gesicherte Finanzierung bei der Ausbildung und der Infrastruktur (Rettungswachen und Leitstellen)

    „Die Bevölkerung hat einen Anspruch auf eine qualifizierte notfallmedizinische Hilfe auf dem Stand des medizinischen Wissens und der Technik. Wir betrachten die Notfallversorgung nicht isoliert, sondern sehen den Rettungsdienst samt Leitstelle, die Ersthelfer, den ärztlichen Notfalldienst und die Hilfe bei Großschadenslagen als Elemente eines integrierten Konzeptes der medizinischen Versorgung der Bevölkerung“, sagt Dr. Lorenz Menz.

    Das Deutsche Rote Kreuz ist kein ertragsorientierter Dienstleister, sondern stellt als gemeinnützige Hilfsorganisation den Patienten in den Mittelpunkt. Im Interesse der Bevölkerung bindet das Deutsche Rote Kreuz den Rettungsdienst in das komplexe Hilfeleistungssystem ein. „Angesichts der offensichtlichen Vorteile für die Patienten darf bei der Diskussion der genannten Positionen die Wirtschaftlichkeit nicht das entscheidende Kriterium sein. Schließlich hat Baden-Württemberg einen der kostengünstigsten Rettungsdienste in Deutschland“, so Hans Heinz, Landesgeschäftsführer des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg.

    Das DRK in Baden-Württemberg: Seine vielfältigen Hilfeleistungen für die Bevölkerung, die umfangreichen Angebote in der Altenhilfe und in der Breitenausbildung leistet das Rote Kreuz in Baden-Württemberg mit einer großen Zahl engagierter Menschen. Die beiden DRK-Landesverbände und die 50 DRK-Kreisverbände können auf 63.489 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zählen. Sie beschäftigen zusammen 13.264 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne FSJ/BFD). Das Deutsche Rote Kreuz ist in Baden-Württemberg der größte Leistungsträger im Rettungsdienst. Das DRK bildet jedes Jahr mehr als 220.000 Menschen in erster Hilfe aus. Im Helfer-Vor-Ort-System des DRK stehen 4.250 ausgebildete Helferinnen und Helfer bereit, um organisierte Erste Hilfe zu leisten. Über 12.000 Schulsanitäter und Juniorhelfer engagieren sich derzeit nachhaltig zum Thema Erste Hilfe an weiterführenden Schulen und an Grundschulen. Darüber hinaus gibt es in nahezu jedem der 905 Ortsvereine auch Jugendrotkreuz-Gruppen (837). Das DRK betreibt die Ausbildung von Notfallsanitätern an zehn Standorten in Baden-Württemberg. Die Zahl der Mitarbeiter in der Ausbildung wurde in den letzten beiden Jahren um 60 Prozent aufgestockt. 2017 verschmolzen die Landesschulen der beiden DRK-Landesverbände in Baden-Württemberg zu einer gemeinsamen Einrichtung. Über den Rettungsdienst und den Bevölkerungsschutz hinaus engagiert sich das Deutsche Rote Kreuz in vielfältiger Art und Weise auch in seiner Eigenschaft als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege in der Sozialarbeit.

    Positionspapier zum Download

    08. Mai 2018

  • Sauberes Trinkwasser - ein elementares Grundbedürfnis

    Weltwassertag 2018: Badisches Rotes Kreuz steht mit Trinkwasseraufbereitungsanlage für den Notfall bereit

    Sauberes Trinkwasser ist ein elementares, menschliches Grundbedürfnis. Geht es um Wassermangel, denkt man derzeit vor allen an die Bewohner Kapstadts, denen das Trinkwasser demnächst auszugehen droht, und natürlich an die Wüstenregionen der Erde. Wasserknappheit in Deutschland ist für kaum jemanden ein Thema. Dabei sind Engpässe in der Trinkwasserversorgung auch hier zulande nicht ausgeschlossen, beispielsweise in Katastrophensituationen, wenn die Infrastruktur zerstört wurde oder die lokalen Trinkwasserreserven verunreinigt sind. Auch mit Blick auf mögliche Terrorangriffe ist eine Notversorgung mit sauberem Trinkwasser für die Bevölkerung von enormer Bedeutung.

    Um in solchen Situationen helfen zu können, gibt es beim Badischen Roten Kreuz eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, für deren Betrieb derzeit eine Fachgruppe Trinkwasser aufgebaut wird. Diese soll im Krisenfall die Trinkwasseraufbereitung, die Trinkwasserlagerung, den Trinkwassertransport, die Trinkwasserverteilung und die Abwasserentsorgung sicherstellen. Die Fachgruppe Trinkwasser wird im Krisenfall als mobile Einheit tätig. Pro Stunde können 6000 Liter Trinkwasser aus Oberflächenwasser aufbereitet werden. Damit können 5000 Menschen mit 15 Litern Trinkwasser pro Tag versorgt werden. Die Etablierung dieses Hilfeleistungssystems wird durch den DRK-Bundesverband unterstützt.

    Für den Aufbau der Fachgruppe Trinkwasser werden weiterhin Freiwillige gesucht, die neben technischem Grundverständnis die Bereitschaft zu regelmäßigen Aus- und Fortbildungen sowie Übungseinsätzen mitbringen. Fachkräfte aus der Wasserwirtschaft, der Chemie, der chemisch-biologischen Labortätigkeit, der Sanitärtechnik, der Elektrotechnik und der Maschinentechnik sind ebenfalls willkommen.

    Außerdem werden Spender oder Sponsoren gesucht, die mithelfen, das Equipment für den mobilen Einsatz der Trinkwasseraufbereitungsanlage zu vervollständigen. Noch fehlt beispielsweise ein mobiler Stromgenerator, die Ausstattung von vier Trinkwasserabgabestellen, Geräte für Untersuchungen im eigenen Wasserlabor sowie die Unterstützung von Unternehmen beim Wassertransport, für den Spezialfahrzeuge notwendig sind.

    Für weitere Informationen wenden Sie sich an die E-Mail-Adresse: info@drk-baden.de

    Freiburg, 21.03.2018

  • Bei hoher Belastung gesund bleiben

    Resilienz stärken – Gesunde Wege in der Arbeit der Psychosozialen Notfallversorgung des DRK

    Es gibt Momente, in denen Menschen durch plötzlich eintretende Not- und Unglücksfälle aus der Normalität ihres Lebens gerissen werden: Wenn etwa Eltern ihr Kind verlieren, eine Naturkatastrophe die Existenz zerstört oder ein Unglück mit Toten und Verletzten vor der eigenen Tür passiert. Sowohl in diesen schweren Stunden als auch in anderen akuten Krisensituationen leisten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes "Erste Hilfe für die Seele" und psychosoziale Akuthilfe für Betroffene. Sie engagieren sich in der Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) und unterstützen andere bei der Bewältigung von kritischen Lebensereignissen und den damit einhergehenden psychosozialen Belastungen.

    Am Samstag, 17. März 2017, in der Zeit von 09.00 bis 16.30 Uhr veranstaltet der DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz das 12. Forum zur Psychosozialen Notfallversorgung in der Technischen Fakultät der Universität Freiburg, Georges-Köhler-Allee 101, 79110 Freiburg.

    Im Zentrum des 12. PSNV-Forums, an dem mehr als 170 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer teilnehmen werden, steht das Thema „Resilienz stärken – Gesunde Wege in der Arbeit der Psychosozialem Notfallversorgung“. Den Einführungsvortrag hält Dr. Donya Gilan vom Deutschen Resilienz-Zentrum, Mainz. Sie zeigt, wie auch die Helferinnen und Helfer selbst ihre Widerstandsfähigkeit in Krisensituationen stärken und sich nach Einsätzen vor psychischen Belastungen schützen können. Auch wenn das Thema Resilienz im Zentrum des Forums steht, widmen sich zehn verschiedene Workshops darüber hinaus weiteren wichtigen Bereichen der PSNV, wie etwa der Krisenintervention bei Betriebsunfällen, den Umgang mit Gruppen in Krisensituationen oder dem Umgang mit dem Thema Tod bei Kindern und Jugendlichen. Zudem wird die neue landesweite Koordinierungsstelle für die PSNV vorgestellt.

    Medienvertreter sind herzlich willkommen!

    Flyer zum 12. PSNV-Forum

  • Altenhilfe schafft Integration

    DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz startet Projekt zur Qualifizierung von Geflüchteten 

    „Altenhilfe schafft Integration“ ist ein neues, innovatives Projekt des Badischen Roten Kreuzes zur Integration von Geflüchteten, Asylsuchenden und Geduldeten. Vergleichsweise unkompliziert und niederschwellig wird dieser Personengruppe eine pflegerisch-soziale Qualifizierung in verschiedenen Pflegeeinrichtungen in Freiburg, den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und Lörrach ermöglicht. Gleichzeitig dient das Projekt der Personalgewinnung in der Altenhilfe, wo Arbeitskräfte dringend gesucht werden. 

    Als Pilotprojekt startete Anfang April der erste Kurs mit acht Teilnehmenden, die sechs Monate lang fachtheoretischen, fachpraktischen und fachsprachlichen Unterricht erhielten. Dieser erste Kurs endete am 31. August mit fünf Absolventen, von denen vier inzwischen eine dreijährige Altenpflegeausbildung begonnen haben. Einer ist seinem Wunsch entsprechend in eine Lagerarbeitstätigkeit vermittelt worden. „Dieses Ergebnis übertrifft die Hoffnungen weit, mit denen wir ‚Altenhilfe schafft Integration‘ begonnen haben“, erklärt Birgit Wiloth-Sacherer, Landesgeschäftsführerin des DRK-Landesverbandes Badisches Rotes Kreuz. „Dass vier von fünf Kursteilnehmern direkt die dreijährige, qualifizierte Ausbildung zum Altenpfleger beginnen, hätte im Frühjahr niemand zu träumen gewagt." 

    Nach diesem überaus geglückten Start beginnt nun der zweite Kurs mit 15 Teilnehmenden aus den verschiedensten Herkunftsländern, u.a. China, Gambia, Georgien, Nigeria, Senegal und Syrien. 

    Das Projekt ist bewusst niederschwellig angelegt. Die Teilnehmenden benötigen nicht zwingend einen Schulabschluss oder eine Ausbildung im pflegerisch-sozialen Bereich. Sinnvoll ist allerdings, dass sich Interessierte auf dem Sprachniveau A2 verständigen können. „Jeder ist willkommen, alles soll möglich sein“, betont Alexander Voigt, der das Projekt für den DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz leitet. 

    Das Projekt ist für drei Jahre bewilligt, so dass bis Ende 2019 75 bis 100 potentielle Auszubildende für pflegerisch-soziale Berufe gewonnen werden könnten. Partner des Badischen Roten Kreuzes für den vierzehnwöchigen Unterricht in Theorie und Praxis ist die aczepta Akademie für Pflegeberufe. Für die zwölf Wochen dauernde Praxisphase konnten bisher acht Träger in der Altenhilfe gewonnen werden, die zum Teil mehrere Einrichtungen betreiben. „Die Qualität des Kurses ist auf Grund des modularen Aufbaus und der Dauer von einem halben Jahr sehr hoch und bietet den Teilnehmenden sehr gute Erfolgsaussichten“, betont Voigt. 

    Gefördert wird das Vorhaben durch die Deutsche Fernsehlotterie. Die Planungen wurden darüber hinaus vom Amt für Migration der Stadt Freiburg, der Agentur für Arbeit, dem Kompetenz-Center für Geflüchtete im Jobcenter Freiburg sowie der Flüchtlingssozialarbeit des DRK wesentlich überstützt. 

    Nach Ende der Förderung soll aus dem Projekt ein Regelangebot werden. 

    Kasten: Das Projekt „Altenhilfe schafft Integration“ ist im April 2017 mit dem Ziel gestartet Geflüchtete, Asylsuchende und Geduldete zu einer Ausbildung in der Altenpflegehilfe, der Altenpflege, im hauswirtschaftlichen Bereich oder in der Betreuung zu befähigen. Bei klarer Bleibeperspektive ist auch eine direkte Übernahme im Betrieb als Pflegehelferin, Betreuungskraft, Wohnbereichsassistentin oder Mitarbeiterin der Hauswirtschaft möglich. 

    Freiburg, 10.10.2017

  • „Winter in Lviv“ – Alte Menschen in Lemberg brauchen weiter Hilfe!

    Matinee mit Filmvorführung am 14. Oktober in der Freiburger Harmonie

    Der DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz ist seit über 20 Jahren in Lviv/Lemberg aktiv und unterstützt dort ein Medico-soziales Zentrum des Ukrainischen Roten Kreuzes. Die Spendenmittel aus Baden ermöglichen zum einen die Beratung und Betreuung von KZ- und Ghettoüberlebenden, zum anderen die Unterstützung verarmter alter Menschen im Stadtgebiet mit kostenlosen Medikamenten. Diese Arbeit wird von hoch engagierten Krankenschwestern geleistet, die die Patienten betreuen und vor allem die dringend notwendigen Arzneimittel verteilen. Das Pflegepersonal wurde bis Dezember 2016 vom ukrainischen Gesundheitsministerium finanziert. Dann stellte dieses landesweit die Gehaltzahlungen für die Rotkreuz-Schwestern ein. 

    Mit Spendengeldern wird die Sozialstation in Notbesetzung derzeit weitergeführt, eine langfristige Finanzierung aber fehlt. Für die betreuten Patientinnen und Patienten ist das eine Katastrophe. 
    Mit der Kampagne und dem Film „Winter in Lviv“ will der DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz das Hilfsprojekt dauerhaft sichern. 

    Zur Auftaktveranstaltung des Projekts mit der Deutschlandpremiere des Films

    „Winter in Lviv“ 
    am 14.Oktober 2017, um 11.00 Uhr 
    im Kino Harmonie 
    Grünwälderstraße 16-18, 
    79098 Freiburg 

    sind Medienvertreter wie auch die Bevölkerung herzlich eingeladen; der Eintritt ist frei! 

    Winter in Lviv – die Idee 
    Die Kampagne „Winter in Lviv“ hat zum Ziel, die Arbeit der Krankenschwestern für fünf Jahre zu sichern. Dafür sind 100.000 Euro notwendig. Das Gehalt einer Krankenschwester für ein ganzes Jahr kostet 2000 Euro. Diese Summe kommt oft schon bei einem Weihnachtsbasar zusammen. 

    Winter in Lviv – der Film 
    Der Winter ist die härteste Jahreszeit für Rentner, für Menschen, die im Winter ihres Lebens stehen. Daher der Name der Kampagne und des gleichnamigen Films „Winter in Lviv“. Vier Frauen aus der westukrainischen Stadt erzählen von ihrem Schicksal. Da ist die Mutter, die ihren gefallen Sohn ein Jahr lang sucht, um ihn daheim beerdigen zu können. Eine fast 100-jährige KZ-Überlebende mahnt für den Wert des Lebens. Einblick in ihr Los gewährt, eine verarmte Rentnerin, die sich mit ihrem Handwagen voller Altpapier zur Sammelstelle quält, um zu überleben. Nicht zuletzt zeigt der Film Rotkreuz-Schwester Olha Roman, die mit ihren 75 Jahren weiterhin zu ihren Klienten geht, obwohl die Sozialstation gerade geschlossen wurde. 

    Winter in Lviv – die Kampagne: 
    Das Projekt soll vor allem Schulen, Universitäten und natürlich Rotkreuzgliederungen ansprechen. Alle können sich aktiv beteiligen: den Film für den Unterricht und öffentliche Vorführungen von der Homepage „Winter in Lviv“ herunterladen (www.winter-in-lviv.org), die Ausstellung „roter Winkel, hartes Leben“ buchen, in der KZ-Überlebende, die das Zentrum versorgt, ihre Schicksale bis ins Heute erzählen oder mit Aktionen für die Rotkreuz-Schwestern in der Ukraine sammeln. Außerdem können die Filmemacher Till Mayer und Pirmin Styrnol für Vorträge gebucht werden. 

    Winter in Lviv – die Macher 
    „Winter in Lviv“ ist die erste Film-Dokumentation von Journalist Till Mayer. Seit zehn Jahren engagiert er sich für notleidende Rentner in Lviv. Seine Artikel und Fotos generierten so viele Spenden, dass das Medikamenten-Projekt ins Leben gerufen werden konnte. Chronisch kranke und verarmte Rentner (die Durchschnittsrente beträgt knapp 50 Euro im Monat) bekommen kostenlos Medikamente. Gemeinsam mit seinen Kollegen Pirmin Styrnol (Regie), Steffen Hendriks (Kamera), Maik Styrnol (Ton und Musik) und Dustin Hemmerlein (Schnitt und Kamera) drehte er den Film –ehrenamtlich! 

    Freiburg, 10.10.2017

  • Ein Gewinn für beide Seiten

    Badisches Rotes Kreuz vermittelt 1300 jungen Menschen Plätze für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst – Neue Freiwillige starten jetzt 

    In diesen Tagen starten knapp 1300 junge Menschen unter der Trägerschaft des Badischen Roten Kreuzes in ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD). Zwischen Karlsruhe und Konstanz können sie sich in rund 350 Einsatzstellen – 18 sind in diesem Jahr neu dazugekommen – sozial engagieren, orientieren, auf das Berufsleben vorbereiten und gleichzeitig die eigene Persönlichkeit weiterentwickeln. Sie sorgen in ihren Einsatzstellen für neuen Schwung und schenken anderen, die Unterstützung brauchen, Freude, Wärme und Menschlichkeit. Ein FSJ oder ein BFD sind immer ein Gewinn für beide Seiten. 

    Die Einsatzbereiche sind vielfältig und reichen von der Betreuung von Menschen mit Behinderungen, über Fahrdienste, die Kinder-und Jugendhilfe, Kindergärten, Krankenhäuser, den Rettungsdienst, Schulen, bis hin zur Seniorenarbeit. Pädagogen bereiten die Freiwilligen auf ihren Einsatz vor und begleiten sie durch ihre gesamte Zeit sowohl im FSJ wie auch im BFD. Bewerbungen für einzelne Plätze, bisher nicht vergebene Plätze sind immer noch möglich! 

    Das Badische Rote Kreuz vermittelt seit inzwischen 21 Jahren Freiwilligendienste und ist der größte Anbieter des Freiwilligen Sozialen Jahres in Baden. Der Landesverband betreibt fünf Regionalbüros: das Regionalbüro Freiburg – Breisgau-Hochschwarzwald in der DRK-Landesgeschäftsstelle in Freiburg, das Regionalbüro Baden-Baden – Bühl – Achern in Baden-Baden, das Regionalbüro Bodensee – Konstanz – Villingen-Schwenningen in Konstanz, das Regionalbüro Lörrach – Hochrhein in Lörrach und seit Sommer diesen Jahres das Regionalbüro Offenburg. 

    Freiburg, 29. September 2017

  • Mehr Kompetenzen für den Rettungsdienst

    Gemeinsamer Vorstoß von AOK und DRK in Baden-Württemberg

    Wenn Ende September die ersten Notfallsanitäter ihre Ausbildung abschließen, werden sie als Verantwortliche im Rettungswagen im Einsatz sein. Einiges, was sie in den drei Jahren gelernt haben, dürfen sie jedoch nicht in die Tat umsetzen. Grund hierfür sind unzureichende bundesgesetzliche Vorgaben. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die AOK Baden-Württemberg fordern nun Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in einem gemeinsamen Schreiben auf, diese Hindernisse zügig zu beseitigen. Denn eine bessere Ausbildung verlangt mehr Kompetenzen für die Notfallsanitäter. 

    Mit der Einführung der dreijährigen Ausbildung des Notfallsanitäters zum 1. Januar 2014 und der damit endenden Ausbildung zum Rettungsassistenten versprach man sich besser ausgebildete Rettungsdienstmitarbeiter, die den Patienten am Einsatzort noch kompetenter helfen können – auch dann, wenn (noch) kein Notarzt am Einsatz beteiligt ist. Im September werden in Baden-Württemberg die ersten 85 Notfallsanitäter ihre dreijährige Ausbildung abschließen und ihren Dienst in den Hilfsorganisationen beginnen. In den letzten drei Jahren haben darüber hinaus bereits mehr als 1.000 Rettungsassistenten die Nachqualifizierung zum Notfallsanitäter mit einer Prüfung erfolgreich abgeschlossen. Die Krankenkassen in Baden-Württemberg finanzieren mit einem nicht unerheblichen Millionenbetrag die Ausbildung aber auch die Weiterqualifizierung der bestehenden Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter. „Wir stehen mit dafür ein, dass unseren Versicherten im Notfall schnell und kompetent geholfen wird. Wenn gut ausgebildete Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter vor Ort sind und ihr Wissen nicht anwenden dürfen, muss das geändert werden“, unterstützt Dr. Christopher Herrmann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, die Forderung des DRK. 

    Eine Grundlage der Ausbildung in Baden-Württemberg sind zwischen allen Rettungsdienstschulen und den zuständigen Ministerien abgestimmte Handlungsempfehlungen. In diesen ist ein standardisiertes Vorgehen in 19 Notfallsituationen geregelt – vom Kreislaufstillstand über den Herzinfarkt und Schlaganfall bis hin zum schwerverletzten Unfallopfer. „Unsere neuen Notfallsanitäter werden in drei Jahren fit gemacht, um im Notfalleinsatz kompetent helfen zu können. Sie dürfen es aber nicht“, stellen die Präsidenten der beiden DRK-Landesverbände in Baden-Württemberg, Dr. Lorenz Menz und Jochen Glaeser, übereinstimmend fest. Eine Ursache hierfür ist im Heilpraktikergesetz zu finden, einem Bundesgesetz. Für Dr. Menz ist klar: „Der Bundesgesetzgeber muss schnellstmöglich die Rahmenbedingungen schaffen, damit das Notfallsanitätergesetz nicht ins Leere läuft“. Darüber hinaus ermögliche der größere Handlungsspielraum der Notfallsanitäter eine Entlastung des Notarztsystems. 

    Stuttgart und Freiburg, 17. August 2017

  • DRK-Regiobüro Lörrach wächst und zieht um

    Badisches Rotes Kreuz vermittelt immer mehr Plätze für Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst 

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Kolleginnen und Kollegen, 

    vor fünf Jahren ging das Regionalbüro Lörrach-Hochrhein des DRK-Landesverbandes Badisches Rotes Kreuz an den Start. Es vermittelt jungen Menschen Einsatzstellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) in der Region. Seither ist das Regionalbüro kontinuierlich gewachsen. Die Zahl der Freiwilligen, denen zu einem Dienst verholfen werden konnte, stieg immer weiter ebenso die Zahl der Einsatzstellen. Das machte den Umzug in neue Räume notwendig. 

    Aus diesem Anlass möchten wie Sie herzlich zu einem Pressegespräch 

    am 04.04.2017
    um 10.00 Uhr 
    im Regionalbüro Lörrach-Hochrhein (Seminarraum) 
    in der Spitalstraße 72 A 
    in 79539 Lörrach 

    mit

    Birgit Wiloth-Sacherer, Geschäftsführerin des DRK-Landesverbandes Badisches Rotes Kreuz 
    Dr. Günter Boll, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Lörrach 
    Henner Brüggemann, Schatzmeister des DRK-Ortsvereines Lörrach 
    Thomas Schaaf, Abteilungsleiter Freiwilligendienste des Badischen Roten Kreuzes
    Karin Eberle, Koordinatorin im Regionalbüro Lörrach 
    sowie zwei Freiwilligen aus den Rettungsdiensten Rheinfelden und Waldshut 

    einladen. 

    Themen des Pressegesprächs sind die Entwicklung des Regionalbüros Lörrach-Hochrhein während der vergangenen fünf Jahre sowie die Bedeutung des Freiwilligendienstes für das Gemeinwesen in der Region. Außerdem möchten wir Ihnen die neue Koordinatorin des Regionalbüros, Karin Eberle, vorstellen. 

    Wir würden uns sehr freuen, wenn ein Mitglied Ihrer Redaktion an dem Pressegespräch teilnehmen würde. Rückmeldungen gerne an pressestelle@drk-baden.de oder 0761/88336-610. 

    Der DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz vermittelt in seinem gesamten Verbandsgebiet pro Jahr 1300 jungen Menschen Einsatzstellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst und ist damit der größte Anbieter für Freiwilligendienste in Baden. 

    29.03.2017

  • Auf das Rote Kreuz ist Verlass

    G-20 Treffen in Baden-Baden – 350 Helferinnen und Helfer des Badischen Roten Kreuzes standen zum Einsatz bereit 

    Etwa 200 Helferinnen und Helfer des Badischen Roten Kreuzes standen an den vergangenen beiden Tagen in Baden-Baden für den Notfall bereit. Wäre es zu einem Unglück oder Anschlag gekommen, hätten sie sich um die Erstversorgung und den Transport sowie die Registrierung von Verletzten gekümmert. 

    Im Ernstfall wären diese Kräfte von weiteren knapp 100 DRK-Helferinnen und Helfern aus der Ortenau unterstützt worden, die man jederzeit hätte hinzuzuziehen können.

    Zwei DRK-Teams mit 30 Personen waren auf die psychosoziale Notfallversorgung von unverletzten Beteiligten und Angehörigen vorbereitet. 

    Der Einsatzstab des DRK-Landesverbands Badisches Rotes Kreuz war mit knapp 20 Personen besetzt, um falls nötig weitere Hilfen zu koordinieren. 

    Bereits zwei Wochen vor dem Treffen hatten sich 160 Ehrenamtliche aus den DRK-Kreisverbänden Baden-Baden, Bühl-Achern, Rastatt sowie aus dem Jugendrotkreuz in einer großen Einsatzübung auf das G-20 Treffen vorbereitet.

    KarlsruherHilfsorganisationen stellten zusätzlich zu den Kräften aus dem DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz weitere 60 Helferinnen und Helfer. Mit im Einsatz waren auch vierzehn Ehrenamtliche samt Fahrzeugen aus dem DRK-Schwester-Landesverband Baden-Württemberg.

  • Erste Hilfe für die Seele

    "Kommunikation & Beziehungen" - Badisches Rotes Kreuz veranstaltet 11. Forum zur Psychosozialen Notfallversorgung 

    Es gibt Momente, in denen Menschen durch plötzlich eintretende Not- und Unglücksfälle aus der Normalität ihres Lebens gerissen werden: Wenn etwa Eltern ihr Kind verlieren, eine Naturkatastrophe die Existenz zerstört oder ein Unglück mit Toten und Verletzten vor der eigenen Tür passiert. Sowohl in diesen schweren Stunden als auch in anderen akuten Krisensituationen leisten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes "Erste Hilfe für die Seele" und psychosoziale Akuthilfe für Betroffene. 

    Die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) dient der Bewältigung von kritischen Lebensereignissen und den damit einhergehenden psychosozialen Belastungen. 

    Am Samstag, 11. März 2017, veranstaltet der DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz das 11. Forum zur Psychosozialen Notfallversorgung in der Technischen Fakultät der Universität Freiburg, Georges-Köhler-Allee 101, 79110 Freiburg.

    Im Zentrum des 11. PSNV-Forums, an dem mehr als 180 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer teilnehmen werden, steht das Thema „Kommunikation & Beziehungen“. Den Einführungsvortrag „Das innere Team für die Kontaktgestaltung mit Menschen in Krisen“ hält die Kommunikationspsychologin Gabi Manneck vom Hamburger Institut für Kommunikation „Schulz von Thun“. Sie arbeitet seit 20 Jahren an den Themen: Führung, Kommunikation und Gesprächsführung, Umgang mit Konflikten, Klärungshilfe, Burnout. 

    Zehn verschiedene Workshops widmen sich wichtigen Bereichen der PSNV, wie etwa Umgang mit Sterben, Trauer und Verlust, Betreuung von Personen mit islamischem Glaubenshintergrund, Kinder und Schuld, Deeskalation oder Grundlagen der Traumaarbeit. 

    Medienvertreter sind bei dieser Veranstaltung herzlich willkommen! 

    09.03.2017

  • Eine echte Erfolgsgeschichte

    20 Jahre Freiwilligendienst beim Badischen Roten Kreuz 

    Das Terrain war völlig neu, auf das sich das Badische Rote Kreuz Ende 1996 wagte. Zum ersten Mal starteten junge Frauen – 25 an der Zahl – betreut vom DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz ins Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). Niemand konnte damals ahnen, dass dies der Anfang einer echten Erfolgsgeschichte sein würde. In diesem Jahr, 20 Jahre nach dem Start, hat das Badische Rote Kreuz 1300 jungen Menschen Einsatzstellen für das Freiwillige Soziale Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst (BFD) vermittelt und ist damit der größte Anbieter für Freiwilligendienste in Baden. 

    „Von 20 Jahren Freiwilligendienst beim Badischen Roten Kreuz haben nicht nur tausende junger Frauen und Männer profitiert, sondern auch viele soziale Einrichtungen und natürlich die gesamte Gesellschaft. Darauf dürfen wir, glaube ich, zu Recht ein wenig stolz sein“, sagt Jochen Glaeser, Präsident des Badischen Roten Kreuzes. 

    Heute wie damals werden die Freiwilligen in Seminaren auf ihren Einsatz vorbereitet und durch das gesamte FSJ begleitet. „Ein FSJ fördert die Persönlichkeitsentwicklung und stärkt die Eigenreflexion. Zudem ist es eine gute Vorbereitung aufs Berufsleben und man lernt sich selbst zu organisieren“, urteilt Elke Trefzer, die das FSJ beim Badischen Roten Kreuz seit dem ersten Tag begleitet. 

    Von Beginn an vermittelt das Badische Rote Kreuz seine Freiwilligen nicht nur an Rot-Kreuz-Einrichtungen, sondern an ganz verschiedene soziale Träger. Mit dabei sind 1996 neben verschiedenen DRK-Kreisverbänden, beispielsweise schon das Parkklinikum in Bad Krozingen und das Bürgerheim in Villingen-Schwenningen. Heute kommen die Freiwilligen des Badischen Roten Kreuzes in mehr als 300 Einrichtungen zum Einsatz. 

    Mit den Jahren wird die „Welt der Einsatzstellen“ bunter. „Das Soziale bleibt zwar immer prägend für das FSJ, aber zu Kliniken, Altenhilfe- und Kindertageseinrichtungen kommen Mitte der 2000er Feuerwehren, Schulen oder auch kulturelle Einrichtungen“, erinnert sich der Leiter des Freiwilligendienstes beim Badischen Roten Kreuz, Thomas Schaaf. Außerdem wächst der Anteil junger Männer, die anstelle des Zivildienstes ein FSJ absolvieren und vor allem im Bereich Krankentransport-Rettungsdienst eingesetzt werden. 

    Als die Wehrpflicht 2011 ausgesetzt wird und damit auch der Zivildienst wegfällt, entsteht zusätzlich zum FSJ ein neues Freiwilligenprogramm: der Bundesfreiwilligendienst. Nach einem etwas holprigen Start hat sich dieser heute etabliert, dennoch wird nur eine vergleichsweise kleine Gruppe junger Menschen vom Badischen Roten Kreuz in den BDF vermittelt. Die große Mehrzahl der Freiwilligen macht nach wie vor ein FSJ. „Inhaltlich gleichen sich die Programme weitgehend. Beim FSJ sind wir Träger und die gesamte pädagogische Begleitung liegt bei uns“, erklärt Silva Clemens, die Pädagogische Leiterin der Freiwilligendienste bei Badischen Roten Kreuz. „Der BFD ist ein Angebot des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFZA). Dennoch werden die Bundesfreiwilligen pädagogisch von uns begleitet, für das einwöchige Seminar zur politischen Bildung allerdings – und das macht den Unterschied – ist das Bildungszentrum Karlsruhe, eine Einrichtung des BAFZA, verantwortlich.“ 

    Auch nach 20 Jahren ist der Freiwilligendienst für Elke Trefzer „ein tolles Arbeitsfeld, das viel Abwechslung bietet“. Die Veränderung von Zeitgeist und Moden, hat sie aus nächster Nähe erlebt: Ziemlich individuelle Klamotten und Frisuren in den 90ern, ein eher einheitliches Erscheinungsbild heute, dafür aber sehr spezifische Ernährungsformen: vegetarisch, vegan, glutenfrei...Interessiert beobachtet sie den Umgang ihrer jungen Leute mit der sich immer schneller verändernden Technik, die vor ihr selbst nicht haltgemacht hat. Zu ihrem ersten Handy kam sie durch ihre FSJler, die entschieden: „Elke, du brauchst so was.“ In der Seele von jungen Fußballerspielern kennt sie sich besser aus als mancher Trainer. Nicht nur Dennis Aogo, der der bekannteste war, sondern auch einige andere Kicker aus der Freiburger Fußballschule machten ihren Freiwilligendienst unter ihrer Fittiche. Hautnah hat sie auch das kontinuierliche Wachsen des Freiwilligendienstes miterlebt. 

    Im Lauf der Jahre werden Regionalbüros in Konstanz, Baden-Baden und Lörrach gegründet, außerdem kommen die „weltwärts-Dienste“ dazu. Sie vermitteln junge Menschen aus Deutschland in Freiwilligendienst nach Chile, Mexiko und Peru und junge Chilenen und Mexikaner in südbadische Einsatzstellen. Seit 2016 verhilft das Badische Rote Kreuz Freiwilligen außerdem zum Einsatz im Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug (BFDmF), in dem sich deutsche genauso wie geflüchtete junge Menschen engagieren können. „Es freut einen einfach, wenn man seinen Bereich so erfolgreich wachsen sieht“, sagt Thomas Schaaf. „Außerdem ist es wirklich schön mitzuerleben, wie toll sie sich die jungen Menschen in der Zeit bei uns entwickeln“ Und mache bleiben auch oder kommen wieder. Aus einigen ehemaligen FSJlern sind feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Badischen Roten Kreuz geworden. 

    Das FSJ beim Badischen Roten Kreuz in Zahlen: 

    Teilnehmende: 
    1996 Start mit 25 Teilnehmerinnen 
    2002 waren es 170 Teilnehmende 
    2003 Anstieg auf 320 Teilnehmende 
    2006 entscheiden sich 660 junge Menschen für ein FSJ beim Badischen Roten Kreuz
    2010 weiterer Zuwachs auf 820 Teilnehmende 
    2011 wird die 1000er-Marke erreicht; in diesem Jahr wir die Wehrpflicht abgeschafft
    2016 werden 1300 jungen Menschen Einsatzstellen vermittelt 

    Gründung der Regionalbüros:
    2003 in Konstanz 
    2006 in Baden-Baden 
    2012 in Lörrach 

    Geschlechterverhältnis: 
    Das FSJ ist noch immer weiblich aber inzwischen sind immerhin knapp 40 % der Teilnehmer männlich. 


    Schulabschlüsse: 
    Noch immer haben viele Freiwillige Abitur, doch mittlerweile ist der Anteil der Freiwilligen mit Haupt- und Realschulabschluss auf etwa 35 % geklettert. 

    Alter: 
    Zirka 20 % der Freiwilligen sind zu Beginn des Freiwilligendienstes jünger als 18. 

    Mitarbeitende: 
    34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass der Freiwilligendienst beim Badischen Roten Kreuz erfolgreich läuft.