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  • Glaeser erneut im Amt bestätigt

    Minister Friedrich zu Gast bei der Jahreshauptversammlung

    Bei der Jahreshauptversammlung des Badischen Roten Kreuzes am 20. November in der Gewerbeakademie in Freiburg wurde das Präsidium für die nächsten vier Jahre von den rund 200 eingeladenen Delegierten neu gewählt. Erneut wurde Jochen Glaeser, Landrat a.D., zum Präsidenten des Badischen Roten Kreuzes gewählt. Ebenfalls zur Wiederwahl standen die Vizepräsidentin Eva-Maria Münzer, der Vizepräsident Peter Löchle, der Schatzmeister Stefan Siebert und der Justitiar Michael Merle. Auch sie wurden in ihren Ämtern bestätigt. 

    Gast bei der Jahreshauptversammlung war Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und Internationale Angele-genheiten in Baden-Württemberg. Er sprach über die Bedeutung der Wohlfahrtsverbände und die gegenwärtigen Herausforderungen Europas in der Flüchtlingskrise: „Gerade in der heutigen Krise könnte Europa viel von den Wohlfahrtsverbänden lernen. Basierend auf den Prinzipien der Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit leistet die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unschätzbare Dienste zum Schutz des Lebens und der Würde von Kriegsopfern und anderweitig hilfsbedürftigen Menschen. Ich bin der Überzeugung, dass wir auch in Europa langfristig nur Erfolg haben werden, wenn die Mitgliedstaaten in der Versorgung der Flüchtlinge gemeinsam an einem Strang ziehen.“ Friedrich dankte den ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitern für ihren Einsatz. Dabei hob er hervor, dass Deutschland innerhalb der EU eine besondere Bedeutung im zivilgesellschaftlichen Engagement habe. In keinem anderen europäischen Land spiele das Ehrenamt so eine große Rolle wie in Deutschland.

    Flüchtlingshilfe ist das Herzstück unserer humanitäre Aufgabe 

    Präsident Glaeser ging in seiner Ansprache ausführlich auf die aktuellen Herausforderungen des wachsenden Zu-stroms von Flüchtlingen ein. „Hier sind wir sowohl als Hilfsorganisation wie auch als Wohlfahrtsverband dringend gefragt. Dies ist das Herzstück unserer humanitären Aufgabe. Ich bin beeindruckt, mit welchem Engagement die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich mit Kraft und Kompetenz der Sache annehmen.“ Im weiteren Verlauf stellte er auch die aktuelle Entwicklung in der Pflege, den Freiwilligendiensten und des Rettungsdienstes dar. „Die Novellierung des Rettungsdienstgesetzes und die Verankerung der neuen Notfallsanitäterausbildung sowie die Aufnahme der „Helfer vor Ort“ sind ein wichtiger Baustein, den Rettungsdienst auch zukünftig qualitativ auf hohem Standard umsetzen zu können.“ 

    Hohe Auszeichnung für Hannelore Haag und Siegfried Fichter 

    Neben den Regularien der Landesversammlung verlieh Präsident Glaeser gleich zwei Mal die Verdienstmedaille „Großherzogin Luise von Baden“, die höchste Auszeichnung im Badischen Roten Kreuz, an zwei außerordentlich engagierte Rotkreuzler: die ehemalige Landesbereitschaftsleitung - Hannelore Haag und Siegfried Fichter. Hannelore Haag engagiert sich seit fast 50 Jahren für das Rote Kreuz. Sie trat 1966 in den Ortsverein Freiburg ein und war von 1981 bis 1992 als Kreisbereitschaftsleiterin tätig. Nach vielen Jahren als Stellvertreterin wurde sie 2011 zur Landesbereitschaftsleiterin gewählt. Siegfried Fichter blickt ebenfalls auf viele Jahre aktiver Rotkreuzarbeit zurück. Er trat 1975 in den DRK-Ortsverein St. Georgen ein und ließ sich zur Lehrkraft für Erste Hilfe und Sanitätsdienst und auch als Rettungsassistent ausbilden. Von 1994 bis 2010 hatte er das Amt des Kreisbereitschaftsleiters im Kreisverband Villingen-Schwenningen inne. Nach zwölf Jahren in stellvertretender Position wurde er 2011 zum Landesbereitschaftsleiter gewählt. Das zentrale Augenmerk der Arbeit von Hannelore Haag und Siegfried Fichter lag in der Entwicklung und einer inno-vativen Ausrichtung des Bevölkerungsschutzes und hier besonders auf der qualifizierten Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Besonders hervorzuheben sind die Vorbereitung des Einsatzes beim NATO-Gipfel 2009 und beim Papstbesuch 2011. Sie leiteten beide Male das Führungs- und Lagezentrum. Ganz aktuell in diesem Jahr waren Hannelore Haag und Siegfried Fichter für die Bedarfsaufnahmestelle Villingen-Schwenningen als Koordina-toren zwischen Regierungspräsidium und Landesverband im Einsatz. Hannelore Haag und Siegfried Fichter stellten sich dieses Jahr nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung. Sie wurden von Präsident Jochen Glaeser zu Ehrenmitgliedern ernannt. 

    Zahlreiche Ehrenamtliche verabschiedet 

    Ebenfalls verabschiedet wurden im Rahmen der Landesversammlung: Maria Silies, Brigitte Stolz, Christoph Dennenmoser und Michael Markwirth (alle seit 2011 stellvertretende Landesbereitschaftsleitung). - Landesarzt Dr. Peter Mayer (seit 2003) - Siegfried Kottwitz (seit 2009 Landesleiter der Sozialarbeit) - Alexander Butler (nicht anwesend, seit 1991 JRK-Landesleiter) - Sören Hildebrand (JRK-Landesleiter seit 1999 und seit 2015 hauptberuflich als Landesjugendreferent im Landesverband tätig). Präsident Glaeser dankte allen für das außerordentliche Engagement und die ehrenamtliche aktive Mitarbeit. Er überreichte jedem eine DRK-Gedenkmünze und ein Buch, das anlässlich des Jubiläumsjahres 2013 in limitierter Son-derauflage erschienen ist.

    23. November 2015

  • Infoveranstaltung Freiwilligendienste

    Interessierte können Einsatzfahrzeuge und Leitstelle besichtigen

    Über das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD) informiert am Mittwoch, 26. August eine Veranstaltung beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Radolfzell mit attraktivem Rahmenprogramm. Anlass ist der Besuch von Sinja Betz und Julia Dieckmann vom DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz, Beauftragte für Freiwilligendienste. 

    Bei der Informationsveranstaltung werden Einsatzfahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes gezeigt und über deren moderne Ausstattung informiert. Auf dem Programm ist zudem eine Führung durch die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr und DRK-Notfallrettung. Neben Sinja Betz und Julia Dieckmann und Ansprechpartnern vom DRK-Kreisverband Landkreis Konstanz werden auch junge Leute, die gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, über den Freiwilligendienst informieren. 

    Eingeladen zu der Informationsveranstaltung sind alle Frauen und Männer, die die Schule unlängst abgeschlossen haben oder vor einer beruflichen Neuorien-tierung stehen. Voraussetzung für den Einsatz im Freiwilligendienst beim DRK-Kreisverband Landkreis Konstanz sind außer einem Schulabschluss (egal welcher) auch eine Fahrerlaubnis für PKW. Angesprochen sind neben jungen Leu-ten auch gewissenhafte und kontaktfreudige Menschen reiferen Alters. 

    Je nach Interesse und Eignung bietet der DRK-Kreisverband Landkreis Konstanz Einsatzstellen beim Rettungsdienst und beim Krankentransport, Fahrdienst, Hausnotruf und in der Verwaltung. Ein Freiwilliges Soziales Jahr beim DRK-Kreisverband Landkreis Konstanz bietet somit beste Voraussetzungen, um Erfahrung mit medizinischen oder pädagogischen Berufsbildern zu sammeln. 

    Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 26. August, um 14 Uhr im Rotkreuz-haus in der Konstanzer Straße 74 in 78315 Radolfzell. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

    Auskunft gibt es bei Gabriele Günther, Telefon: 07732/9460-133, E-Mail: gabriele.guenther@drkkn.de 

    20. August 2015

  • 300 Schulsanitäter auf der Insel Reichenau

    11. Schulsanitätsdiensttag des Badischen Jugendrotkreuzes 

    Zum elften Schulsanitätsdiensttag am 25. Juli 2015 begrüßt das Badische Jugendrotkreuz 300 Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter aus Südbaden in der Walahfrid Strabo Grundschule auf der Insel Reichenau. Der Schulsanitätsdienstag ist ein „Dankeschön“ an die jungen Sanitäterinnen und Sanitäter für deren tägliches Engagement an den Schulen. Die Kinder und Ju-gendlichen haben an diesem Tag die Gelegenheit die vielfältigen Handlungs-möglichkeiten im Bereich „Retten und Helfen kennenzulernen. 

    Dazu laden wir die Vertreterinnen und Vertreter herzlich zu einem Rundgang über den Parcours ein: 

    Datum: 25. Juli 2015 Zeit: 09.30 Uhr Ort: Walahfrid Strabo Schule,Schulstr. 10, 78479 Reichenau Ansprechpartnerin: Martina Jockers Tel.: 0151-17403353

    Nach der Begrüßung wird der Parcours eröffnet. Dort werden die verschiedenen Hilfsorganisationen mit vielfältigen Aktionen auf die jungen Teilnehmer warten. Mit dabei sind die DRK-Rettungshundestaffel, das Technische Hilfswerk (THW), die Höhen- und die Höhlenrettung, die Feuerwehr, die DLRG, die Notfalldarstel-lung sowie das Jugendrotkreuz (JRK) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK). 

    Mehr als eine Million Unfälle ereignen sich jährlich an deutschen Schulen. Oft sind die ersten Minuten entscheidend für den Erfolg der Hilfeleistung. Das JRK versucht diese Lücke mit dem Schulsanitätsdienst zu schließen. Interessierte Schülerinnen und Schüler erhalten vom JRK eine fundierte Erste-Hilfe-Ausbildung und sie arbeiten als Team, um solche Notfallsituationen zu meistern. 

    2.971 Schülerinnen und Schüler engagieren sich an 212 Schulen im Verbands-gebiet des Badischen Roten Kreuzes. Bei Schulveranstaltungen, auf Ausflügen und im normalen Schulbetrieb sorgen sie für Sicherheit und leisten im Notfall für ihre Mitschüler Erste-Hilfe. 

    22. Juli 2015

  • Retten um die Wette

    DRK-Landeswettbewerb in Erster Hilfe

    Das Badische Rote Kreuz richtet jedes Jahr einen Wettbewerb in Erster Hilfe aus. In diesem Jahr wird die Veranstaltung am 11. Juli in Grenzach-Wyhlen stattfinden. 

    Erwartet werden 16 Wettbewerbsgruppen mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Sie alle werden ihr Können und Rotkreuzwissen in einem Parcours mit nachgestellten Notfallszenen unter Beweis stellen. Dabei werden Schiedsrichter die Gruppen beobachten und bewerten. Am Ende des Tages wird der Sieger ermittelt, der dann das Badische Rote Kreuz beim DRK-Bundeswettbewerb im nächsten Jahr vertritt. Für den reibungslosen Ablauf des Wettbewerbs sorgen rund 200 Helferinnen und Helfer. 

    Wir laden die Vertreterinnen und Vertreter der Presse zu einer Führung über den Parcours ein: 

    Datum: 11. Juli 2015 

    Ort: Info-Stand Scheffelstr. 3 79639 Grenzach 

    Uhrzeit: 11.00 Uhr am Infopoint 

    Ansprechpartner vor Ort: Martina Jockers 0151 / 17 40 33 53 

    05. Juli 2015

  • 51 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht

    Weltflüchtlingstag ist am 20. Juni

    Laut UN-Flüchtlingswerk sind derzeit mehr als 51 Millionen Menschen auf der Flucht, so viele wie es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gab. 33 Millionen sind im eigenen Land auf der Flucht, etwa 17 Millionen sind in andere Länder geflohen. National werden in diesem Jahr 400.000 in Deutschland, 52.000 in Ba-den-Württemberg erwartet. Die Flüchtlingshilfe ist originäre Aufgabe des Roten Kreuzes. Es unterstützt Flüchtlinge durch eine Vielzahl von Angeboten, wie: Notunterkünfte für die kurz-fristige Unterbringung nach der Einreise, Erstaufnahmeeinrichtungen und Ge-meinschaftsunterkünfte. Ein wichtiger Aufgabenschwerpunkt ist die psychosoziale sowie die rechtliche Beratung von Flüchtlingen. Derzeit gibt es in Deutschland rund 130 DRK-Beratungsstellen für Migranten, Flüchtlinge und Rückkehrer. Das Deutsche Rote Kreuz versteht sich aber auch als politischer Interessensver-treter und fordert die Politik und Gesetzgebung auf, dafür zu sorgen, dass Flücht-linge ein gutes Leben führen können und ihre Menschenrechte gewahrt werden.

    Angebote im Badischen Roten Kreuz 

    Die Mitgliedsverbände des Badischen Roten Kreuz bieten folgende Hilfen an: 1. Betreuung von Gemeinschaftsunterkünften in Freiburg und Villingen Schwen-ningen (DRK-Kreisverbände Freiburg und Villingen-Schwenningen) 2. Rückkehrberatung in Freiburg (DRK-Kreisverband Freiburg) 3. Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (DRK-Kreisverbände Em-mendingen, Freiburg, Konstanz, Müllheim und Wolfach) 4. Suchdienst – Familienzusammenführung von Flüchtlingen und Migranten (DRK-Kreisverbände Freiburg, Konstanz, Müllheim und Offenburg) 

    Ziel der DRK-Flüchtlingshilfe ist es, Flüchtlingen soweit wie möglich zu einem selbstständigen und eigenverantwortlichen Leben in Deutschland zu befähigen. Sie unterstützt weitere Lebensperspektiven zu entwickeln, zu einer Sicherung des Aufenthaltes beizutragen oder Optionen der Weiterwanderung oder der Rückkehr zu entwickeln. Die Flüchtlingshilfe des Roten Kreuzes versteht sich als Beitrag zur Integration und Inklusion. Die Unterstützung und Integration von Flüchtlingen ist eine Aufgabenstellung, die in zunehmendem Maße auch von Ehrenamtlichen wahrgenommen wird. 

    Forderungen des Deutschen Roten Kreuzes 

    1. Einrichtung einer Europäischen Seenotrettungsoperation Aus Sicht des DRK bedarf es einer europäischen Seenotrettungsoperation auf dem Mittelmeer nach dem Vorbild der italienischen Operation „Mare Nostrum“ mit dem klaren Mandat der Seenrotrettung. Dies gilt auch für andere Brennpunkte wie die Ägäis, wo im Sommer bis zu 100.000 Flüchtlinge erwartet werden. Militärische Interventionen gegen Schlepper und Schleuser sind hierzu keine Alternative, da sie stets auch Schutzsuchende treffen werden. 

    2. Schaffung legaler Zugangswege nach Europa für schutzsuchende Flüchtlinge Aktuell gibt es nahezu keine Möglichkeit für Flüchtlinge, legal nach Europa einzu-reisen. Der meist lebensgefährliche Weg der illegalen Einreise ist in der Regel die einzige Möglichkeit, um Asyl in Europa zu beantragen. Dies muss sich ändern. Für syrische Flüchtlinge muss es ein neues humanitäres Aufnahmeprogramm der Bundesregierung geben, da alle vorhandenen Plätze bereits vergeben sind. Dar-über hinaus bedarf es einer massiven Ausweitung der Resettlement-Programme in ganz Europa. Die seitens der EU-Kommission vorgeschlagenen 20.000 Plätze innerhalb der EU in den kommenden zwei Jahren sind zu begrüßen, können aber nur einen Anfang darstellen. Auch für andere Flüchtlinge, etwa aus Eritrea, So-malia und dem Irak muss es Möglichkeiten einer legalen Einreise geben. 

    3. Menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland Das DRK spricht sich für einheitliche bundesweite Standards bei der Aufnahme von Flüchtlingen und eine strukturierte und frühzeitige Vorbereitung auf steigende Flüchtlingszahlen ein. Notunterkünfte dürfen nur die absolute Ausnahme sein, die Regel hingegen die möglichst frühzeitige Unterbringung in Privatwohnungen und eine frühzeitige Integration in die Aufnahmegesellschaft. 

    4. Unbeschränkter Zugang für Flüchtlinge zum Arbeitsmarkt Das DRK begrüßt, dass Flüchtlinge nun nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland eine Arbeit aufnehmen dürfen. Aber auch Regelungen wie die Vor-rangprüfung und das Beschäftigungsverbot in der Zeitarbeit gehören auf den Prüf-stand. Für Asylsuchende, die einen Ausbildungsvertrag unterzeichnen können, sollte es die Garantie geben, dass sie diese Ausbildung auch abschließen können. Auch die Ausbildungsbetriebe brauchen diese Gewissheit. 

    5. Öffnung des Deutschunterrichts für alle Asylsuchenden Wichtig für eine wirksame Integration ist die Teilnahme an Deutsch-Sprachkursen für alle Asylsuchenden. Dies ist gerade vor dem Hintergrund des Zugangs zum Arbeitsmarkt für Asylsuchende notwendig.

    6. Verbesserung der Gesundheitsversorgung für Asylsuchende Die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen muss unbedingt verbessert werden. Der bisherige Weg über die Sozialämter ist äußerst bürokratisch, verzö-gert in vielen Fällen notwendige Behandlungen und ist letztendlich auch teurer. Eine Gesundheitskarte für Flüchtlinge wäre ein erster Schritt, der bereits in zwei Bundesländern (Hamburg und Bremen) in Zusammenarbeit mit einer Kranken-kasse erfolgreich praktiziert wird. Auch der im Asylbewerberleistungsgesetz festgelegte Umfang der medizinischen Versorgung für Flüchtlinge muss überprüft und erweitert werden. Medizinisch notwendige Behandlungen sind bisher nur bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen vorgesehen. Diagnose und Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen werden bisher zu wenig berücksichtigt. 

    18. Juni 2015

  • Ein Apfelbäumchen für das Klima

    25 Bäume im Verbandsgebiet des Badischen Jugendrotkreuzes gepflanzt

    Das Badische Jugendrotkreuz pflanzte zum Ende der bundesweiten JRK-Kampagne "Klimahelfer: Änder was, bevor’s das Klima tut“ einen Apfelbaum im Garten der Freiburger Landesgeschäftsstelle des Badischen Roten Kreuzes. Der Apfelbaum war eine Spende des Bundesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin. 

    Mit der Baumpflanzaktion erklärt das Badische Jugendrotkreuz die Klimakampagne offiziell für beendet. Diese Aktion steht in Verbindung mit einer seiner Forderungen der Klimakampagne: „Der Baum steht für die Forderung: Sunblocker – wir fordern mehr Schattenplätze durch Bäume zum Schutz unserer Gesundheit“, so Sören Hildebrand, Landesjugendreferent des Badischen Jugendrotkreuzes. Insgesamt wurden 25 Bäume im Verbandsgebiet des Badischen Jugendrotkreuzes gepflanzt. 

    Die Klimahelfer-Kampagne erstreckte sich von 2012 – 2015 und wurde sowohl von der UNESCO als auch mit dem Deutschen Bürgerpreis ausgezeichnet. Das Jugendrotkreuz forderte mit seiner Kampagne mehr Trinkbrunnen und Schatten spendende Bäume an öffentlichen Plätzen, bessere Bildung und Aufklärung zum Klimawandel und Gesetze zur Aufnahme von Klimaflüchtlingen. 

    Zurzeit wird die Kampagne in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) e.V. aus Frankfurt ausgewertet. Im Badischen Jugendrotkreuz engagieren sich rund 5.700 Kinder und Jugendliche. Bundesweit zählt der eigenständige Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes rund 113.000 Mitglieder. 

    30. April 2015

  • Gastfamilien für chilenische Freiwillige gesucht

    Ein neues Land und seine Traditionen kennenlernen

    Das Badische Rote Kreuz sucht dringend Gastfamilien in und um Freiburg, die bereit sind, einen chilenischen Freiwilligen im Alter von 23 – 29 Jahren für ein Jahr aufzunehmen. Im September 2015 werden 11 chilenische junge Menschen für ein Jahr einen Freiwilligendienst in einer sozialen Einrichtung in Freiburg leisten. Die jungen Chileninnen und Chilenen verfügen über Deutsch-Grundkenntnisse. Die Gastfamilien erhalten in dieser Zeit eine Aufwandentschädigung. 

    Die Familien müssen keine bestimmte Voraussetzungen erfüllen, sondern Spaß an neuen Begegnungen haben und bereit sein, einem jungen Menschen die großartige Chance zu geben, ein neues Land mit seinen Menschen und seinen Traditionen kennen zu lernen. Auch als Vorbereitung auf das eigene Auslandsjahr eines Jugendlichen und seiner Familie ist die Gastfamilienerfahrung sehr gut geeignet. Sie erfahren, wie es ist, mit einem jungen Menschen aus einer anderen Kultur den eigenen Alltag aus einem neuen Blickwinkel zu erleben.

    Dieser Freiwilligendienst wird im Rahmen der neuen „Süd-Nord-Komponente“ des weltwärts-Programms der Bundesregierung stattfinden, an dem sich das Badische Rote Kreuz beteiligt. 

    Interessierte Familien oder Einzelpersonen erhalten weitere Informationen bei Sonja Pürckhauer, E-Mail: sonja.puerckhauer@drk-baden.de, Tel.: 0761/88336-135. 

    28. April 2015

  • Badisches Jugendrotkreuz tagt

    80 Delegierte in Freiburg erwartet

    Das Badische Jugendrotkreuz veranstaltet seine Jahreshauptversammlung in diesem Jahr in der Gewerbeakademie in Freiburg. Erwartet werden ca. 80 Delegierte aus dem gesamten Verbandsgebiet (von Rastatt bis an den Bodensee). 

    Neben einem Rückblick über die vergangene Legislaturperiode werden auch die strategischen Ziele der Zukunft erörtert, die neue Bekleidungsrichtlinie verabschiedet, über die Freiwilligendienst informiert und nicht zuletzt stehen Neuwahlen aller Leitungsgremien an. 

    Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, an der Landesversammlung des Badischen Jugendrotkreuzes teilzunehmen.Eine Tagesordnung ist der Presseinformation beigefügt. Wir freuen uns, wenn Sie teilnehmen können.

    Datum: Samstag, 25.04.2015 Zeit: 10.00 – 1600 Uhr 

    Ort: Gewerbeakademie Freiburg Wirthstr. 28, 79110 Freiburg 

    Ansprechpartner vor Ort: Sören Hildebrand (Landesreferent): 0173/506722196 

    23. April 2015

  • Ab 1. April neue Regeln für die Erste-Hilfe-Ausbildung

    Mehr Praxis in der Ausbildung

    Erste-Hilfe-Lehrgänge werden zum 1. April diesen Jahres inhaltlich gestrafft und praxisnäher. Damit sind von diesem Zeitpunkt an für alle Erste-Hilfe-Lehrgänge einheitlich neun Unterrichtsstunden geplant. „Sie werden mehr Praxistraining und weniger Theorie bieten“, sagt Jochen Glaeser, Präsident des Badischen Roten Kreuzes. Im Rahmen einer Vereinheitlichung der Erste-Hilfe-Ausbildung soll das voraussichtlich auch für Führerscheinbewerber (PKW und LKW) gelten. Der bisherige Kurs „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ mit acht Unterrichtseinheiten soll ersetzt werden. Angehende Kraftfahrer müssen dann neun Unterrichtsstunden aufwenden für die Erste-Hilfe-Ausbildung, also 45 Minuten mehr (Eine Unterrichtseinheit entspricht 45 Minuten.). „Wann diese Änderung in Kraft tritt, ist noch nicht sicher. Wir hoffen auf baldige Nachricht vom Bundes-verkehrsministerium. Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt diese Änderungen und ist darauf vorbereitet“, so Glaeser. 

    Für Ersthelfer in den Betrieben wird die Ausbildung ab April von bisher 16 auf neun Unterrichtseinheiten verkürzt. Betriebe müssen ihre Mitarbeiter nur noch einen Tag statt bisher zwei Tage für die Teilnahme an der Erste-Hilfe-Ausbildung freistellen.Dafür wurden wichtige Inhalte auf das We-sentliche reduziert. „Die wichtigsten lebensrettenden Maßnahmen sind natürlich auch weiterhin Bestandteil der Erste-Hilfe-Ausbildung“, erklärt Glaeser. Der theoretische Anteil der Kurse wird zu Gunsten der praktischen Ausbildung erheblich gekürzt. „Hierbei berücksichtigen wir auch, dass in Baden-Württemberg in der Regel spätestens nach 15 Minuten professionelle Hilfe eintrifft.“ 

    Mit der Straffung und der Orientierung auf Praxisnähe soll die Hemmschwelle für den Besuch einer Erste-Hilfe-Ausbildung gesenkt werden - eine Voraussetzungen dafür, dass Erste Hilfe von jedem einzelnen öfter trainiert wird. Außerdem nähere sich Deutschland damit den europäischen Stan-dards für die Erste-Hilfe-Ausbildung an. 

    Das Deutsche Rote Kreuz bildet jährlich fast 1,2 Millionen Menschen als Ersthelfer aus. Eine Übersicht aller Erste-Hilfe-Lehrgangsangeboten des DRK finden Sie unter www.drk.de/angebote/erste-hilfe-und-rettung/kurse-in-erster-hilfe.html oder über das DRK-Servicehotline 0800 365000. Gern vermitteln wir Ihnen zu diesem Thema einen Ansprechpartner. 

    27. März 2013

  • Einrichtungen für Incoming Programm gesucht

    Junge Menschen aus Chile absolvieren Freiwilligendienst in Südbaden

    Das Badische Rote Kreuz wird ab 2015 im Incoming Programm (Süd-Nord Komponente) des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes weltwärts aktiv. Elf junge engagierte Erwachsene aus Chile beginnen ab September / Oktober 2015 für 12 Monate einen Freiwilligendienst in Freiburg und Umgebung. 

    Hierfür sucht das Badische Rote Kreuz gemeinwohlorientierte Einrichtungen, in denen chilenische Freiwillige Ihren Dienst leisten können. Die Einrichtungen können im kulturellen, sozialen und pädagogischen Bereich, dem Bereich des Umwelt- und Naturschutzes, des Sports und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit aktiv sein. 

    Das Incoming Programm von weltwärts ermöglicht seit 2013 jungen engagierten Erwachsenen aus dem Globalen Süden einen Freiwilligendienst in Deutschland. Weitere Informationen erhalten Interessierte beim DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz oder im Internet www.weltwärts.de/de/sued-nord-plaetze-anbieten.html . 

    Ansprechpartnerin beim Badischen Roten Kreuz ist Sonja Pürckhauer. Die Mitarbeiterin ist erreichbar per E-Mail unter sonja.puerckhauer@drk-baden.de oder telefonisch unter 0761/88336-135. Sie beantwortet gerne alle Fragen rund um das Incoming Programm von weltwärts. 

    20. Februar 2015

  • 112 gilt europaweit als Notrufnummer

    11.2. ist europäischer Notruftag

    Das Badische Rote Kreuz macht auf den europaweiten Notruftag am 11.2. aufmerksam. Nach wie vor ist in großen Teilen der Bevölkerung nicht bekannt, dass in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Feuerwehr und Rettungsdienste unter der gebührenfreien Notrufnummer 112 zu erreichen sind. Dabei wurde bereits 1991 von der Europäischen Kommission die EU-weite Einführung der Euro-Notruf-Nummer 112 zu den bestehenden nationalen Notrufnummern (Polizeinotruf 110) beschlossen. „Wer die Notrufnummer wählt, kann darauf vertrauen, dass er schnellstmöglich Hilfe erhält“, so Daniel Gelbke, Abteilungsleiter Hilfsgesellschaft/Rettungsdienst des Badischen Roten Kreuzes. Die Notrufnummer ist neben den EU-Mitgliedsländern auch in der Türkei, der Schweiz, Serbien, Island, die Färöer-Inseln, Liechtenstein, Norwegen, Andorra, Monaco und San Marino gültig. 

    Vorteile des Euro-Notrufs

    Sie ist kurz und einprägsam, hat einen hohen Bekanntheitsgrad, gilt EU-weit, ist sowohl im Fest- wie Mobilnetz ohne Vorwahl wählbar, (eu-rop.) Touristen und Migranten müssen sich keine zusätzliche Nummer merken, funktioniert im Mobilfunknetz bei eingelegter SIM-Card auch ohne Guthaben und mit aktivierter Tastensperre oder blockiertem Handy. Auch ist der Anrufer so identifizierbar und kann lokalisiert werden. 

    Was beim Absetzen von Notrufen zu beachten ist

    Die meisten Notrufe werden telefonisch getätigt. Damit das Personal der Integrierten Leitstellen die eingehenden Notrufe problemlos abwickeln kann und die notwendigen Angaben zum Unglück erhält, sollte der Anrufer immer erst auflegen, wenn die Leitstelle keine Fragen mehr hat. Die Leitstelle klärt mit dem Anrufer die sogenannten „5W“: Wo ist etwas geschehen? Was ist geschehen? Welche Art der Verlet-zung/Erkrankung? Wie viele Personen sind betroffen? Wer ruft an? Das Nennen der Rückrufnummer ist besonders wichtig. So kann die Leitstelle bei Rückfragen Kontakt mit dem Anrufer aufnehmen, beispielsweise dann wenn der Rettungsdienst den Einsatzort nicht finden kann.

    05.02.2015