DRK probt den Ernstfall bei extremer Hitze und Dürre

Das Badische Rote Kreuz (DRK) beteiligt sich vom 4. bis 6. November 2026 an der bundesweiten Krisenmanagementübung LÜKEX 26. Das Szenario der Übung spielt im Sommer 2027: Nach fünf Dürrejahren verschärft eine mehrwöchige Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad die Lage.

Die Folgen betreffen zahlreiche Lebensbereiche – von der Gesundheit der Bevölkerung über die Umwelt bis hin zu Verkehr und Ernährung. Insgesamt wirken an LÜKEX 2026 fast 180 Organisationen mit, darunter Behörden, Hilfsorganisationen sowie Betreiber Kritischer Infrastrukturen.

Der DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz hat für die Übung seinen Einsatzstab aktiviert. Gemeinsam mit den anderen Akteuren wird die Zusammenarbeit in einer komplexen Krisenlage erprobt. Die beteiligten Krisenstäbe tauschen Informationen aus, schätzen die Lage ein und stimmen strategische Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ab.

Im Einsatzstab des Badischen Roten Kreuzes laufen während der Übung Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammen – etwa von Ministerien, aus dem Führungs- und Lagezentrum des DRK-Bundesverbandes, anderen DRK-Landesverbänden, DRK-Kreisverbänden sowie weiteren beteiligten Organisationen. Ziel ist es, auch bei unvollständigen Informationen den Überblick zu behalten, Entwicklungen richtig einzuordnen, Abstimmungen anzustoßen, Bedarfe zu erfassen und Hilfeleistungen zu koordinieren. Aus den einzelnen Meldungen entsteht dabei nach und nach ein umfassendes Lagebild.

Die LÜKEX wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordiniert und findet alle paar Jahre statt. Die strategische Übung stärkt das übergreifende Krisenmanagement und die Zusammenarbeit über Zuständigkeitsgrenzen hinweg. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, die Krisenmanagementstrukturen langfristig weiterzuentwickeln.