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Finanzierung sozialer ArbeitFinanzierung sozialer Arbeit

Finanzierung sozialer Arbeit

Seit vielen Jahren zählt die Gewinnung von Fördermitteln zur Aufgabe gemeinnütziger Tätigkeit. Fördermittel sind freiwillige nicht rückzahlbare Finanzmittel, die von öffentlichen oder privaten Institutionen vergeben werden, wobei öffentliche Institutionen die größere Rolle spielen.

Weitere wichtige Förderquellen sind die Lotterien, deren Einspielergebnisse als zweitgrößter Mitteleinsatz in der sozialen Arbeit gewertet werden. Zusätzliche Finanzierungsquellen in der sozialen Arbeit können Stiftungen und Förderfonds von Unternehmen, Verbänden oder Kirchen sein.

Alle vorgenannten Geldgeber verfolgen mit ihren Finanzhilfen meist spezifische gesellschaftliche oder wirtschaftliche Zwecke. Gleichzeitig legen Förderinstitutionen oft den Fokus auf bestimmte Zielgruppen. So zum Beispiel fördert die Aktion Mensch Projekte und Starthilfen für Menschen mit Behinderungen oder Menschen mit sozialer Benachteiligung. Das Deutsche Hilfswerk legt den Fokus auf alte und kranke Menschen und seit 2016 auf die Arbeit für und mit geflüchteten Menschen. Mittel der GlücksSpirale werden für Menschen mit Behinderung, Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen, Kinder und Jugendliche, alte Menschen und Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten eingesetzt.

Eine Antragstellung bei den Lotterien erfolgt ausschließlich über die Verbandsstruktur. Der Landesverband nimmt den Antrag für die jeweilige Lotterie entgegen und prüft auf Einhaltung der jeweiligen Richtlinien und Vollständigkeit notwendiger Dokumente sowie die inhaltliche Ausrichtung. Der Antrag wird dann mit Befürwortung des Landesverbandes an den Spitzenverband zur Vorlage im jeweiligen Kuratorium gesandt.

Richten Sie sich mit Ihrem Vorhaben frühzeitig an den Landesverband um eine umfassende Begleitung und Betreuung in der Antragstellung zu erhalten.

  • Aktion Mensch

    Die Aktion Mensch ist einer der drei großen Lotterien, die jährlich bis zu 1000 neuer Projekte fördert. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Inklusion in unserer Gesellschaft voranzubringen und fördert deshalb Maßnahmen und Projekte für Menschen mit Behinderung und für Menschen in schwierigen sozialen Lebensverhältnissen sowie Maßnahmen für die Kinder- und Jugendhilfe.

    Ab 2019 hat Aktion Mensch ihre Förderung vereinfacht. Mit neuer Struktur und vielfältigen Förderangeboten soll den Projektpartnern der Weg zu einer Aktion Mensch-Förderung erleichtert werden.

    Neben den Unterscheidung in kleinere, mittlere und großen Projekten, die von 5.000 € ohne Eigenbeteiligung (kleine) über bis zu 50.000 € mit Eigenanteil zwischen 5% und 60% und großen Projekten mit einem Zuschuss von maximal 350.000 € unterscheidet die Aktion Mensch ihr Förderprogramm noch nach Zielgruppe und Inhalten. Barrierefreiheit wird ebenso gefördert wie Investitionen, die der oben genannten Zielgruppe zugutekommen.

    Auf der Homepage
    www.aktion-mensch.de/foerderung/ueber.html
    wird man sicher durch die Förderstrukturen geleitet. Ihr Antrag geht online direkt an den Landesverband und wird über uns an das Kuratorium weitergeleitet.

  • Deutsche Fernsehlotterie

    Die Deutsche Fernsehlotterie (Stiftung Deutsches Hilfswerk) hat es sich zur Aufgabe gemacht, das solidarische Miteinander in Deutschland zu stärken. Mit ihren festen Förderrichtlinien verteilt sie die erspielten Mittel zweckentsprechend an soziale Projekte in ganz Deutschland. Kindern, Jugendlichen, Familien, Senioren und Menschen mit Behinderung oder schwerer Erkrankung wird so ein besseres Leben ermöglicht.

    Anträge können gestellt werden für Projekte, Maßnahmen, Investitionen und Baumaßnahmen, die im Schwerpunkt für Einrichtungen aus dem SGB VIII finanziert werden. Inventarisierungspflichtige Erstausstattungen können ebenfalls beantragt werden.

    Des Weiteren engagiert sich das Deutsche Hilfswerk bei Quartiersmaßnahmen mit dem Ziel, die Lebensumstände der im Quartier lebenden Menschen zu verbessern. Es sollen nicht einzelne Zielgruppen isoliert in den Blick genommen werden, sondern im Sinne „inklusiver Quartiere“ eine größtmögliche Versorgungssicherheit und soziale Teilhabe entwickelt werden. Dazu unterstützt die Stiftung in besonderem Umfang soziale Maßnahmen.

    Maßnahmen können mit bis zu 300.000€ gefördert werden. Der Eigenanteil variiert je nach Förderprogramm und liegt zwischen 10% und 20%. Anträge können nur über den Landesverband gestellt werden. Sie können zum 30.03. und zum 30.09. eines jeden Jahres eingereicht werden.

    Mehr zu den einzelnen Inhalten sowie Förderrichtlinien und Antragsformulare finden Sie unter www.fernsehlotterie.de/foerdern-engagieren/antraege-und-richtlinien

  • Glücksspirale

    Viele Projekte und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege werden von der GlücksSpirale unterstützt. Dabei sind die Förderprojekte so unterschiedlich wie die Menschen selbst: Von Angeboten für Kinder und Jugendliche über Betreuungsdienste für schwerbehinderte Menschen bis hin zu Beratungsstellen für Wohnungslose fördert die GlücksSpirale verschiedenste soziale Projekte, die Menschen direkt helfen und ihnen neue Chancen bieten.

    Die GlücksSpirale fördert Projekte sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen mit bis zu 80% der Gesamtkosten. Starthilfen können auf drei Jahre degressiv bezuschusst werden.

    Aus- Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen werden auch bezuschusst, wenn sie sich an Ehrenamtliche unseres Verbandes richten.

    Für die GlücksSpirale gibt es keinen Homepageauftritt, bei denen die Förderrichtlinien und Antragsformulare hinterlegt sind. Diese können beim Landesverband angefordert werden. Anfang jeden Jahres startet das Badische Rote Kreuz ein Interessensbekundungsverfahren, bis Ende Juni können dann Anträge bei Frau Annette Tries eingereicht werden

    Aktuell geförderte Projekte:

    01.07.21 bis 30.06.22 - Förderung des Projekts „Familienbildung digital: Eltern und Kinder durch die Stärkung der Elternkompetenz unterstützen“

    Das Projekt möchte Kursleitungen aus der Familienbildung der Kreisverbände mittels Bildungsangeboten ermöglichen, digitale Kurse anzubieten und so mittelbar Eltern und Familien bei der Bewältigung der Herausforderungen während der Pandemie zu unterstützen. (Projektnummer 293/2021)

    01.07.21 bis 30.06.22  - Förderung des Projekts „Internet für ALLE“ des DRK-Kreisverbands Müllheim

    Durch das Projekt sollen neue digitale Begegnungsorte, Kommunikationswege und Vernetzungsmöglichkeiten mit Mitmenschen geschaffen und damit soziale Teilhabe ermöglicht werden. Ein Projektschwerpunkt ist über die Gewinnung von ehrenamtlichen Internetzugangs-Managern, die insbesondere ältere Menschen unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt wird im „Treffpunkt digital“ mit 1-zu-1-Betreuung durch ehrenamtliche Helfer/innen in Form von generationsübergreifenden Projekten liegen. (Projektnummer 259/2021).

    01.07.21 bis 30.06.22 - Förderung des Projekts "Diversität und Vielfalt im Badischen Roten Kreuz"

    Der DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz zeigt die Vielfalt innerhalb des Verbands entsprechend der Dimensionen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes mittels Maßnahmen im medialen Bereich im Sinne des "Storytelling". Zielgruppe sind Menschen aus den DRK-Gliederungen sowohl aus dem Haupt- wie dem Ehrenamt.

    01.10.21 bis 30.09.22 - Förderung des Projekts „Qualifikation-Plus: Erwerb von (Multiplikatoren-)Wissen für Pflegefachkräfte/Pflegekräfte in ambulanten und teilstationären Settings“

    Es beinhaltet Qualifizierungsangebote und Schulungen im Bereich Digitalisierung und IT, Personalentwicklung und Personalbindung mit dem Ziel, persönliche Kompetenzen und Fähigkeiten der in der Pflege auch unter pandemischen Bedingungen auf- und auszubauen. (Projektnummer 269/2021)

    01.01.22 bis 31.12.22 - Förderung des Projekts „Humanitäre Schule“ des Badischen Jugendrotkreuzes

    Ziel des Projekts ist die Bildung und Stärkung humanitärer Werte bei Kindern und Jugendlichen. Mit einem selbst entwickelten Planspiel sollen neue Herausforderungen des Humanitären Völkerrechts aufgezeigt werden. Es soll zum Zuwachs generellen Wissen beigetragen und die humanitären Werte bei Kindern und Jugendlichen sowie in der gesamten Gesellschaft stärken. (Projektnummer 253/2021)

    01.06.22-31.05.23  - Förderung des Projekts „Qualifizierung von ehrenamtlichen Übungsleiterinnen und Übungsleitern in den DRK-Gesundheitsprogrammen“

    Übungsleiterinnen und Übungsleiter sollen mit Aus- und Fortbildungen qualifiziert werden, regelmäßige Angebote für ältere und hochbetagte Menschen durchzuführen. Altersbeschwerden und Stürzen wird so vorgebeugt und Körper und Geist in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten trainiert und somit das eigenständige Leben in den eigenen vier Wänden unterstützt. Darüber hinaus qualifiziert das DRK qualifiziert Übungsleitungen für den Aktivierenden Hausbesuch. Ältere Menschen mit Einschränkungen, die nicht mehr an Gruppenangeboten teilnehmen können, erhalten zur Alltagsbewältigung ein 1:1-Angebot in der Häuslichkeit mit Übungen zum Erhalt der geistigen und körperlichen Fitness.